Der eigene Zahn kann beim Knochenaufbau helfen
Ein Zahn, der leider nicht mehr erhalten werden kann und entfernt werden muss, muss nicht immer als biologischer Abfall enden.
Die moderne Zahnmedizin ermöglicht es heute, in geeigneten Fällen den eigenen extrahierten Zahn als Material für die Knochenregeneration zu nutzen. In der Havlík Dental Clinic verwenden wir dafür das Gerät TOOTH TRANSFORMER, das den Zahn des Patienten zu körpereigenem Material für den Knochenaufbau verarbeitet.
Und wenn wir den Zahn nicht sofort benötigen? Dann können wir ihn in einem speziellen, verschlossenen Behälter zur Aufbewahrung extrahierter Zähne aufbewahren und so die Möglichkeit einer späteren Verwendung erhalten.
Wie kann der eigene Zahn die Knochenregeneration unterstützen?
Zahn und Knochen haben aus biologischer Sicht vieles gemeinsam.
Ein großer Teil des Zahns besteht aus Dentin, das sowohl mineralische als auch organische Bestandteile enthält. Nach einer speziellen Aufbereitung kann es als autologes Dentintransplantat verwendet werden – also als Material, das direkt aus dem Körper des Patienten stammt.
Ein wesentlicher Vorteil liegt gerade in seiner Herkunft. Es handelt sich weder um synthetisches Material noch um Material tierischen Ursprungs, sondern um körpereigenes Gewebe des Patienten.
Das aufbereitete Dentin schafft ein geeignetes Umfeld für die Knochenregeneration und die schrittweise Bildung neuen, körpereigenen Knochens.
Wie wird aus dem eigenen Zahn Material für den Knochenaufbau?
Wenn ein Zahn entfernt werden muss und sich für eine weitere Verwendung eignet, bereiten wir ihn zunächst sorgfältig vor und entfernen Fremdmaterialien wie Füllungen oder vorhandenen Zahnersatz.
Anschließend verarbeiten wir den Zahn mit dem Gerät TOOTH TRANSFORMER.
Innerhalb weniger Dutzend Minuten verarbeitet das Gerät den Zahn zu kleinen Partikeln aus körpereigenem Zahnmaterial. Diese können wir je nach klinischer Situation für die Knochenregeneration einsetzen.
Was nach einer Extraktion früher keine Verwendung mehr gefunden hätte, kann so demselben Patienten noch einmal zugutekommen.
Den eigenen Zahn können wir mit dem eigenen Blut kombinieren
Das aufbereitete autologe Dentin können wir auch mit PRF kombinieren, das wir aus einer kleinen Menge Blut des Patienten gewinnen.
Nach der Blutentnahme und dem Zentrifugieren erhalten wir ein Material, das Fibrin und weitere Bestandteile enthält, die auf natürliche Weise am Heilungsprozess beteiligt sind.
Durch die Kombination von PRF mit den Partikeln des eigenen Dentins entsteht ein gut handhabbares biologisches Material für die Knochenregeneration.
So können wir möglichst viel körpereigenes biologisches Material des Patienten nutzen – seinen Zahn und sein Blut.
Wann kann körpereigenes Dentin verwendet werden?
Es gibt verschiedene Einsatzmöglichkeiten. Entscheidend ist immer die individuelle Situation.
Material aus dem eigenen Zahn können wir beispielsweise zum Erhalt oder Aufbau des Knochens nach einer Zahnentfernung, zur Vorbereitung einer späteren Implantation oder bei anderen Eingriffen verwenden, bei denen Knochen aufgebaut werden muss.
Nicht jeder Fall eignet sich für dieses Verfahren. Daher entscheidet der behandelnde Zahnarzt anhand des klinischen Befunds und der geplanten weiteren Behandlung, ob körpereigenes Dentin verwendet werden kann.
Was passiert, wenn wir den Zahn nicht sofort benötigen?
Schon zum Zeitpunkt der Extraktion können wir an die Zukunft denken.
Der extrahierte Zahn kann in einem speziellen Behälter aufbewahrt werden, der für diesen Zweck vorgesehen ist. Der Behälter verfügt über einen Sicherheitsschraubverschluss.
Der Patient kann seinen Zahn somit mit nach Hause nehmen und aufbewahren.
Sollte später ein Knochenaufbau erforderlich sein, beurteilt der Zahnarzt, ob sich der aufbewahrte Zahn mit dem TOOTH TRANSFORMER verarbeiten und als körpereigenes Material für den Knochenaufbau verwenden lässt.
Ein Zahn, den wir heute nicht benötigen, muss somit keine verlorene Möglichkeit für die Zukunft sein.
Warum ist es sinnvoll, bereits vor der Zahnentfernung zu planen?
Nach der Entfernung eines Zahns kommt es im Bereich der Extraktionsstelle auf natürliche Weise zu Veränderungen und einem allmählichen Knochenabbau. Dies kann eine spätere Implantation erschweren und manchmal einen umfangreicheren Knochenaufbau erforderlich machen.
Deshalb betrachten wir eine Extraktion nicht nur als das reine „Ziehen eines Zahns“.
Wenn wir wissen, dass der Patient den fehlenden Zahn später ersetzen lassen möchte, können wir bereits vor dem Eingriff Folgendes beurteilen:
- den Zustand und die Menge des umgebenden Knochens,
- die Möglichkeit einer möglichst schonenden Zahnentfernung,
- die Möglichkeit einer Sofortimplantation,
- die Notwendigkeit eines Knochenerhalts oder Knochenaufbaus,
- die Möglichkeit, den eigenen Zahn als autologes Dentintransplantat zu nutzen.
Manchmal können wir den Zahn sofort aufbereiten und verwenden. In anderen Fällen kann es sinnvoll sein, ihn für eine mögliche spätere Verwendung aufzubewahren. Und in manchen Situationen ist eine andere Behandlungsmethode besser geeignet.
Deshalb ist es sinnvoll, schon vor der Extraktion zu wissen, wie es anschließend weitergehen soll.
Der Zahn muss raus? Lassen Sie uns zuerst die nächsten Schritte planen.
Moderne Implantologie beginnt nicht erst mit dem Einsetzen eines Implantats.
Sie beginnt bereits mit der Entscheidung, wie wir den Zahn entfernen, wie wir das umliegende Gewebe erhalten und welche Möglichkeiten wir für die Zukunft offenhalten.
In der Havlík Dental Clinic betrachten wir deshalb nicht nur den Zahn, der entfernt werden muss. Wir denken gleichzeitig an die nächsten Schritte und daran, wie wir die bestmöglichen Voraussetzungen für die weitere Behandlung schaffen können.
Manchmal kann uns dabei sogar der Zahn selbst helfen, den wir früher einfach entsorgt hätten.
Steht bei Ihnen eine Zahnentfernung an und denken Sie über ein Implantat nach?
Vereinbarren Sie einen Beratungstermin noch vor der Zahnentfernung. Wir beurteilen Ihren individuellen Befund und planen die nächsten Schritte so, dass möglichst viele Möglichkeiten für die zukünftige Behandlung erhalten bleiben.