Osteoporose
Osteoporose ist nicht nur ein Problem der Knochen im Rücken oder in den Hüften. Sie kann auch einen direkten Einfluss auf die Behandlung beim Zahnarzt haben – und viele Patienten wissen das gar nicht.
Wenn Sie wegen Osteoporose behandelt werden oder Medikamente dagegen einnehmen (zum Beispiel Bisphosphonate), ist es sehr wichtig, dass Sie diese Information Ihrem Zahnarzt immer mitteilen.
Warum?
Diese Medikamente beeinflussen den Knochenstoffwechsel. In einigen Fällen können sie die Knochenheilung nach Eingriffen wie Zahnextraktionen, Implantationen oder chirurgischen Eingriffen am Zahnfleisch verschlechtern. In seltenen Fällen kann es zur sogenannten Kieferosteonekrose kommen – einer Komplikation, die sich jedoch in den meisten Fällen durch eine richtige Behandlungsplanung vermeiden lässt.
Wenn wir im Voraus über Osteoporose informiert sind, können wir:
• eine schonendere Behandlung wählen
• Eingriffe richtig planen und terminieren
• das Risiko von Komplikationen minimieren
Für den Patienten ist es ein einfacher Schritt, der die Sicherheit der Behandlung erheblich beeinflussen kann.
Wenn Sie also Medikamente gegen Osteoporose einnehmen oder bei Ihnen jemals Osteoporose diagnostiziert wurde, erwähnen Sie dies immer bei Ihrem Zahnarztbesuch. Diese Information ist für den Zahnarzt von großer Bedeutung.